Die Toten von Sandhamn (Viveca Sten)

Im bitterkalten Winter 2007 (der war nicht so kalt, aber sonst hätte die Story nicht funktioniert) erfährt die Juristin Nora Linde auf einer Veranstaltung im Krankenhaus, in dem ihr Mann Henrik arbeitet, dass dieser sie mit einer Krankenschwester (Vorsicht, Klischeealarm) betrügt und verbringt die Ferien mit ihren beiden Kindern auf der Insel Sandhamn, wo sie ein Häuschen besitzt. Während Nora sich über ihre Zukunft klar werden will, finden ihre Söhne beim Spielen den abgetrennten Arm eines Mädchens. Daraufhin beginnen die Ermittlungen der Polizei, die Noras bester Freund, Thomas Andreasson, leitet. Dieser beginnt wieder zarte Bande zu seiner Ex-Frau Pernilla zu knüpfen, nachdem sie aus Göteborg zurück nach Stockholm gezogen ist. Zusammen mit seiner Partnerin und einer großen Anzahl an Polizisten versucht Thomas den Fall zu lösen, doch der Rest der Leiche des Mädchens bleibt verschwunden. Verdächtige gibt´s natürlich viele und der Vielversprechendste, ein junger Mann, der ein Verhältnis zur toten Lina gehabt hatte und außerdem als gewalttätig bekannt ist, lässt sich nicht in die Karten schauen. 

Nora macht unterdessen im geerbten Haus ihrer Tante die Entdeckung einiger alter Tagebücher mit einer traurigen Liebesgeschichte aus den 1920er Jahren. Erst spät wird ihr klar, dass diese Geschichte die Lösung des Falles um Lina birgt. Doch da ist es schon fast zu spät und es kommt zu einem weiteren Todesfall. Der Fall kann zwar gelöst werden, doch das Buch endet mit einem ziemlich tragischen Cliffhanger, sodass man gespannt ist wie es im nächsten Band weitergeht. 
 
Viveca Sten verbindet eine Geschichte über das harte Inselleben aus den 1920ern mit einem Mordfall von heute. Denn erst spät wird klar, dass in den Ereignissen von damals die Gründe für den Mord von heute liegen. Das Buch liest sich flüssig und ist gut durchkomponiert, sodass man es gerne weiterliest und nicht Gefahr läuft es wegen Langeweile wegzulegen. Ab und zu fand ich die Gedanken Noras um ihre Zukunft und ihre Überlegungen wie ihr Leben ohne ihren Mann weitergehen werde, etwas anstrengend, aber alles in allem passen Noras private Probleme schon in die Geschichte hinein. Kein übermäßig spannender Schweden – Krimi, aber einer, der sich gut liest.  Ist auch nicht so blutrünstig und krass wie viele andere skandinavischen Krimiromane. 
 
Viel Spaß beim Lesen!
 
Eure Ines
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